Leben mit der “schwarzen Macht”

Verhältnismäßigkeit in Schwetzingen zur Zeit ein Fremdwort?

Es ist schon merkwürdig, was in den letzten Wochen in Schwetzingen passiert und das Ergebnis für mich ist die Erkenntnis, dass in Schwetzingen alle gleich sind, aber manche eben doch “gleicher”.

Da gibt es einen katholischen Pfarrer, der Werbung für eine Wahlkampfveranstaltung von der Kanzel predigt. Veranstalter ist zufällig der Vorsitzender der CDU in Schwetzingen, der wiederum über sehr gute Kontakte bis hinein ins Pfarramt verfügt. Noch im Dezember hat man mich dafür verurteilt, dass ich in meiner Chocolaterie übrig gebliebene Schoko-Weihnachtsmänner nach dem Familien-Gottesdienst, vor der Stadtkirche verteilt habe.
Die Jusos wollen eine Benefizveranstaltung in der “Kartoffelkiste” machen und bekommen ständig Steine in den Weg gelegt, bei anderen Gruppierung ist die Vermietung kein Problem. Auch bei der Organisation einer Veranstaltung zum überparteilich wichtigen Thema “Ganztagsschule” wird den Jusos ein Knüppel nach dem anderen zwischen die Beine geworfen und der gewünschte Veranstaltungsort (Hebel-Mensa) verwehrt. Hierzu ist der Ablauf allerdings ganz interessant….

Eine Anfrage an die Stadt wurde mit der Aussage beantwortet, dass die Schulleitung darüber zu entscheiden hat und die Stadt nicht zuständig ist. Die Anfrage an die Schule wurde mit den Worten abgelehnt, dass man Rücksprache mit der Stadt gehalten hat -Ich erinnere an die Aussage der Zuständigkeit- und zur Ansicht gekommen ist, dass man dort keine politischen Veranstaltungen genehmigen möchte.
Zu komisch, dass die CDU um Herrn Stratthaus in 2008 eine Veranstaltung im Musiktrakt des Hebel-Gymnasiums durchführen durfte, die sogar eine Pflichtveranstaltung für Klassen der Mittelstufe gewesen ist. Jetzt soll mir bitte keiner kommen, dass er in Funktion als Finanzminister im Schulgebäude gewesen ist. Auch der Referent der Juso-Veranstaltung, Frank Mentrup, ist als Landtagsabgeordneter und dort anerkannter Bildungs-Experte geladen.
Ich möchte noch mal betonen, dass es sich bei der Veranstaltung, um ein aktuelles, heiß diskutiertes Thema handelt, welches für alle Eltern interessant ist, weil es alle Eltern von schulpflichtigen Kindern betreffen wird!

Der letzte Knaller war heute in der Schwetzinger Zeitung zu lesen. Eine Stellungnahme der Schulleitung und der Elternvertreter des Hebelgymnasiums zum Artikel vom Samstag, die Mensa und den Jugendgemeinderat betreffend. Dennis Junghans, dem Vorsitzenden des Jugendgemeinderats wird in der Stellungnahme vorgeworfen, sich mit fremden Federn geschmückt zu haben und das die Schülervertretung in die Entscheidungen rund um die Mensa einbezogen worden seien.
Es ist schön, dass die Hebelvertreter Probe essen durften, allerdings hat man weder mit Vertretern der Carl-Theodor-Schule, noch mit Schülern der Erhart Schott Schule gesprochen, für die die Mensa ebenfalls zur Verfügung stehen soll. Zumindest wurde das so propagiert. Der eigentlich Skandal ist allerdings, dass man Dennis Junghans (SPD), der dieses Jahr für den Gemeinderat kandidiert, zum Vorwurf macht, er wolle sich die Verdienste anderer zu nutze machen, um Wahlkampf zu betreiben. Nicht erwähnt wird in der Pressemitteilung, dass sowohl die Schulleitung des Hebel-Gymnasiums, als auch die ehemalige langjährige Elternvertretung der CDU sehr nah stehen. Ist die Pressemitteilung, Stellungnahme, oder wie man es auch immer nennen mag, der eigentliche Wahlkampf, aber von der anderen Seite? Oder hat man einfach was gegen politisch motivierte und engagierte Jungendliche?
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Ich ganz persönlich würde mir wünschen, dass Schwetzinger Bürgerinnen und Bürger tatsächlich gleich sind und auch so behandelt werden.
In diesem “Zwischenruf” wollte ich meine Eindrücke vermitteln. Gerne kann darüber via Kommantarfunktion auch diskutiert werden. Selbstverständlich steht auch der Weg via Mails offen, auf die ich gerne antworte.

Ihr Thorsten Roprecht

4 Responses to “Leben mit der “schwarzen Macht””

  1. Raquel Rempp Says:

    Lieber Herr Roprecht,

    ich wünsche mir genauso wie Sie, dass Schwetzinger Bürgerinnen und Bürger alle gleich behandelt werden und zwar alle!

    Es ist schön, dass einige Menschen langsam wach werden.

    Viele Grüße und weiterhin einen schönen, sonnigen Tag!

    Raquel Rempp

  2. Thorsten Roprecht Says:

    Vielen Dank für Ihr liebes Feedback Frau Rempp und viel Erfolg bei der anstehenden Wahl und, bevor ich es vergesse, Glückwunsch zum neuen Amt bei den Freien Wählern. :o)

    @all
    Die U35 der SPD Schwetzingen ist sehr froh, dass es mit der “Kartoffelkiste” nun doch geklappt hat und der Veranstaltung nun nichts im Weg steht.

    Herzliche Grüße
    Thorsten Roprecht

  3. Raquel Rempp Says:

    Lieber Herr Roprecht,

    vielen herzlichen Dank Ihnen auch für Ihr Feedback. Was sich die CDU heute mit der wilden Plakattierung geleistet hat, ist der Gipfel der schwarzen Unverschämtheit und Arroganz!

    Ich hoffe nur, dass auch die anderen Fraktionen dagegen etwas unternehmen werden!

    Liebe Grüße & ein schönes Wochenende noch!

    Raquel Rempp

  4. Thorsten Roprecht Says:

    Hallo Frau Rempp,

    dass sehen wir genauso dies wird nicht ohne Folgen bleiben!
    Gerade Herr Dr. Förster leht ja eigentlich so “großen Wert auf die Einhaltung von Absprachen”.

    Mit freundlichen Grüßen fürs restliche Wochenende
    Thorsten Roprecht

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