Meine Nachlese zur Langen Einkaufsnacht in Heidelberg

Ich stelle mir die Frage, wer denn die Einzelhändler sind, die laut dem heutigen RNZ-Artikel auch am 4. Adventssamstag 2010 bis Mitternacht öffnen möchten.

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Werbeplakat zur “Langen Nacht dese Einkaufens”

Leider war es so, dass nur ein Bruchteil der „kleinen“ Einzelhändler, nämlich die, die stets sehr engagiert sind, tatsächlich bis 24 Uhr geöffnet hatten und auch auf dem Weihnachtsmarkt sah es ähnlich aus, denn je später der Abend umso mehr ging der Besucherandrang zurück.

Sehr viele Einzelhändler, mit denen ich gesprochen habe, waren ab spätestens 22 Uhr unzufrieden. Sicher, es war bitterkalt, aber wie locken wir künftig Besucher zu besonderen Veranstaltungen nach Heidelberg, wenn diese nur angekündigt, aber nicht durchgezogen werden. Das Mitternachtsshopping wurde im Initiativkreis Stadtmarketing (in dem übrigens Händler mitwirken können, wenn sie denn möchten) abgestimmt und dann sollte man auch dazu stehen und nicht um 20, 21:30 oder 23 Uhr schließen, sondern einfach mal in den sauren Apfel beißen und wie angekündigt bis Mitternacht öffnen.

Ich gehörte sogar zu den Händlern beim Initiativkreis Stadtmarketing, die gegen dieses Mitternachts-Shopping waren, weil es so kurz vor Weihnachten zwar die Kassen füllt, aber für das Personal eine große, zusätzliche Belastung ist, aber die Mehrheit wollte es so, also haben auch wir uns danach gerichtet und bis Mitternacht geöffnet, wobei bei uns keine Angestellte nach 20 Uhr im Laden stehen musste.

Mir geht es gar nicht darum, ob diese Events richtig oder falsch sind, sondern darum, dass die Händler mal gemeinsam an einem Strang ziehen müssen, wenn mal eine Entscheidung getroffen wurde. Wenn man unzufrieden ist, hindert einen niemand daran, sich selbst zu beteiligen und einzubringen. Nur so kann man langfristig den Einzelhandels-Standort Heidelberg zu dem machen, was man sich unter einer attraktiven Einkaufsstadt vorstellt.

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